Die kurze Antwort: OnlyFans behält 20 %
Wenn du nach „wie viel nimmt OnlyFans von Trinkgeldern“ gesucht hast: Die Antwort ist dieselbe wie für alles andere auf der Plattform. Du behältst 80 %, OnlyFans behält 20 %. Diese Aufteilung gilt für Abos, Trinkgelder, Pay-per-View-Posts (PPV) und bezahlte Nachrichten. Es gibt keine eigene, höhere Gebühr für Trinkgelder und keinen Rabatt bei PPV.
Die 20 % decken Zahlungsabwicklung, Hosting, Speicher und die Plattform selbst ab. Sie werden nicht zusätzlich zu deinem Preis vom Fan verlangt: Gibt ein Fan 10 $ Trinkgeld, werden dir 8 $ gutgeschrieben.
Ein paar weitere Dinge solltest du wissen, bevor du deine Preise auf OnlyFans festlegst:
- Der Mindestpreis für ein Abo liegt bei 4,99 $. Du kannst auch eine kostenlose Seite betreiben und über PPV und Nachrichten verdienen.
- Du hast einen einzigen Abo-Preis, keine Abo-Stufen.
- Livestreams sind möglich und fallen unter dieselbe 80/20-Aufteilung.
- Das Publikum ist riesig, aber auf der Plattform selbst wirst du kaum entdeckt. Fans müssen dich zuerst woanders finden.
Die ganze Übersicht, inklusive Verifizierung und für wen OnlyFans am besten passt, findest du in unserem OnlyFans-Review für trans Creator.
Was jede Plattform behält
Die meisten großen Fan-Plattformen haben sich auf denselben Creator-Anteil von 80 % eingependelt. Die Unterschiede liegen bei Mindestpreisen, Abo-Stufen, Livestreams und Auszahlungsoptionen, nicht bei der eigentlichen Aufteilung.
- OnlyFans: Du behältst 80 %. Mindestens 4,99 $, ein Preis, Livestreams, kaum Sichtbarkeit innerhalb der Plattform.
- Fansly: Du behältst 80 %. Kostenlose Follows möglich, mehrere Abo-Stufen, Livestreams und ein Für-dich-Feed plus Tags, über die neue Fans dich finden.
- Fanvue: Du behältst 80 %. Mindestens 4,99 $, Abo-Stufen, keine Livestreams, KI-Tools als Hilfe bei Nachrichten.
- LoyalFans: Du behältst 80 %. Mindestens 4,99 $, Abo-Stufen, Livestreams und ein Clip-Store.
- FanCentro: Du behältst 75 %. Mindestens 5 $, Abo-Stufen, Clips und bezahlte DMs.
- KNKY: Britische Plattform, du behältst 80 bis 85 %. Abo-Stufen, Livestreams und iDEAL-Zahlungen für niederländische Fans.
- F2F: Niederländische Plattform, du behältst 80 %. Mindestens 1,50 €, iDEAL für Fans, Auszahlung nur per SEPA, du brauchst also ein EU-Bankkonto.
Einen direkten Vergleich aller Funktionen findest du in unserer Vergleichstabelle der Fan-Plattformen. Plattformen ändern ihre Bedingungen, prüf also vor deiner Entscheidung, was auf der Plattform aktuell gilt.
Trinkgelder, PPV und bezahlte Nachrichten
Auf allen oben genannten Plattformen ist dein Anteil für jede Einnahmeart gleich. Ein Trinkgeld, ein freigeschalteter PPV-Post und eine bezahlte Nachricht werden genauso aufgeteilt wie ein Abo. Das ist wichtig, weil Abos für viele Creator nicht die Haupteinnahme sind. Ein niedrigerer Abo-Preis mit aktiven Nachrichten und PPV kann mehr einbringen als ein hoher Preis auf einer ruhigen Seite.
Zwei praktische Punkte:
- Deine Preise sind brutto, nicht netto. Wenn du von einer Custom-Anfrage auf einer 80-%-Plattform 20 $ in der Tasche haben willst, musst du 25 $ verlangen.
- Abo-Stufen ändern die Rechnung, nicht die Gebühr. Auf Fansly, Fanvue, LoyalFans, FanCentro und KNKY kannst du eine günstige Einstiegsstufe und eine höhere Stufe anbieten. Die Plattform behält trotzdem von jeder denselben Anteil.
Wenn du noch überlegst, wo du startest: Unser Ratgeber OnlyFans-Seite starten geht die Preise für deinen ersten Monat mit dir durch.
Ein Rechenbeispiel mit runden Zahlen
Das ist eine Veranschaulichung mit erfundenen runden Zahlen, keine Prognose dafür, was du verdienen wirst. Was Creator selbst an Einnahmen angeben, mit Kennzeichnung jeder Zahl, findest du unter was trans Creator wirklich verdienen.
Angenommen, Fans geben in einem Monat 1.000 $ auf deiner Seite aus, verteilt auf Abos, Trinkgelder, PPV und Nachrichten.
- Plattformanteil. Auf einer 80-%-Plattform werden dir 800 $ gutgeschrieben. Auf FanCentro mit 75 % wären es 750 $.
- Agentur, falls du eine hast. Eine Agentur, die 50 % vom Rest nimmt, bekommt 400 $ von diesen 800 $. Dir bleiben 400 $.
- Währungs- und Bankkosten. Wird deine Auszahlung in eine andere Währung umgerechnet, knabbern Wechselkurs und Bankgebühren noch ein bisschen mehr ab. Sagen wir, das kostet dich in diesem Beispiel 20 $: Du bekommst 380 $.
- Steuern. Je nachdem, wo du lebst, ist ein Teil dieser 380 $ steuerpflichtiges Einkommen, das du zurücklegen musst.
Worum es bei dem Beispiel geht: Die 20 % der Plattform sind die sichtbarste Gebühr, aber oft nicht die größte. Rechne dieselben Zahlen mit deinen eigenen Preisen und Kosten durch, bevor du dich für eine Plattform, eine Agentur oder eine Preisänderung entscheidest. Kleine Unterschiede bei jedem Schritt summieren sich bis zum Jahresende zu einem spürbaren Unterschied.
Warum eine Agentur mehr kostet als die Plattformgebühr
Agenturen, die Seiten betreuen, nehmen häufig 40 bis 60 % von dem, was nach dem Plattformanteil übrig bleibt. Das ist ein Anteil von deinem Netto, nicht von deinem Brutto, und genau deshalb tut es so weh. Im Beispiel oben hat dich eine 50-%-Agentur doppelt so viel gekostet wie die Plattform.
Manche Agenturen leisten echte Arbeit: Marketing, Chatten, Planung. Andere kassieren vor allem einen Prozentsatz und deine Passwörter. Bevor du irgendetwas unterschreibst, frag:
- Welcher Prozentsatz genau, von welchem Betrag und wie lange?
- Wem gehören der Account, der Login und die E-Mail-Adresse?
- Kannst du aussteigen, und was passiert dann mit deiner Seite und deinen Inhalten?
- Wer schreibt in deinem Namen Nachrichten an deine Fans?
Behalte die Kontrolle über deinen Login und deine Auszahlungsdaten. Unser Sicherheitsratgeber für trans Creator geht ausführlicher auf Account-Sicherheit und Warnsignale bei Agenturen ein.
Auszahlungsmethoden, Währungen und Bankgebühren
Jede Plattform hat eigene Auszahlungsmethoden, einen eigenen Mindestbetrag und einen eigenen Zeitplan, und die ändern sich öfter als die eigentliche Aufteilung. Ganz allgemein:
- Die meisten Plattformen zahlen per Banküberweisung aus, manche bieten je nach Land weitere Methoden an. Prüf in den aktuellen Bedingungen, was dort verfügbar ist, wo du lebst.
- F2F zahlt nur per SEPA-Überweisung aus, du brauchst also ein EU-Bankkonto.
- Zahlt eine Plattform in Dollar und dein Bankkonto läuft in Euro, Pfund oder einer anderen Währung, wird irgendwo umgerechnet. Entweder die Plattform, ein Zahlungsdienst oder deine Bank legt den Wechselkurs fest, und jede Stelle kann eine Marge oder Gebühr aufschlagen.
- Manche Banken verlangen Gebühren für eingehende Auslandsüberweisungen. Ein lokales Konto in der Auszahlungswährung kann das verringern.
Achte außerdem darauf, dass der amtliche Name in deinem Account mit dem Namen auf deinem Bankkonto übereinstimmt, auch wenn dein öffentlicher Name ein anderer ist. Unser Ratgeber zur Auszahlung für Creator erklärt Auszahlungen und abweichende Namen Schritt für Schritt.
Steuern: Leg vom ersten Tag an Geld zurück
In den meisten Ländern sind Einnahmen von Fan-Plattformen steuerpflichtige Einkünfte aus selbstständiger oder gewerblicher Tätigkeit. Die Plattform behält normalerweise keine Einkommensteuer für dich ein, die volle Auszahlung landet also auf deinem Konto und die Rechnung kommt später.
- Führ eine einfache Übersicht über jede Auszahlung und jede geschäftliche Ausgabe.
- Leg von jeder Auszahlung einen festen Teil auf einem separaten Konto zurück, bis du deinen tatsächlichen Steuersatz kennst.
- Informier dich, ob du dich dort, wo du lebst, als selbstständig anmelden musst und ob Umsatzsteuer anfällt.
Das sind allgemeine Informationen, keine Rechts- oder Steuerberatung. Die Regeln unterscheiden sich von Land zu Land und ändern sich mit der Zeit. Sprich mit einer Steuerberatung vor Ort über deine Situation.
So behältst du mehr von dem, was Fans ausgeben
Über den Plattformanteil kannst du nicht verhandeln, aber das meiste, was danach kommt, hast du selbst in der Hand.
- Wähl die Plattform, die zu deiner Arbeitsweise passt. Wenn du entdeckt werden musst, kann der Feed von Fansly mehr wert sein als das größere Publikum von OnlyFans. Sieh dir unseren Überblick über Fan-Plattformen für trans Creator an.
- Kalkulier deine Preise so, dass Custom-Inhalte und PPV den Plattformanteil schon abdecken.
- Mach deine Promotion erst selbst, bevor du die Hälfte deiner Einnahmen an eine Agentur abgibst. Unser Ratgeber Fan-Seite bewerben ist ein guter Einstieg.
- Plane deinen ersten Monat mit wenigen Plattformen und Gewohnheiten, die du durchhalten kannst, statt dich mit allem gleichzeitig zu verzetteln.
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